Corona verändert unseren Lebensstil – Essverhalten inklusive

Seit dem Bekanntwerden der Pandemie und der schnell steigenden Zahl der Infizierten bestimmt das Corona-Thema das gesellschaftliche Interesse. Das Virus sorgt durch seine Unberechenbarkeit und schnelle Ausbreitung zu Ängsten und staatlichen Reaktionen.

Die Pandemie wirkt sich auf die Gesundheit, Wirtschaft und Bewegungsfreiheit aus. Eine Vielzahl von Auswirkungen betrifft ebenso unser Essverhalten. Von Hamsterkäufen, geschlossenen Speiselokalen über Auflistungen von Lebensmittel zur Stärkung des Immunsystems zählt alles dazu. Die Schwerpunkte der Veränderungen sind übersichtlich in der Infografik dargestellt.

Infografik über unser Essverhalten während der Corona-Krise
Für die ganze Infografik das Vorschaubild klicken (via Quelle)

Die Zubereitung der Alltagsernährung findet wieder häufiger in der eigenen Küche statt

Gründliche Hygienemaßnahmen rund um die Behandlung und den Verzehr von Lebensmitteln haben eine größere Bedeutung erhalten. Häufiges Händewaschen ist ebenso Pflicht wie das Abwaschen von Obst und Gemüse. Die Zubereitung und Einnahme von Speisen hat sich durch Home-Office, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sowie geschlossene Schulen und Quarantänemaßnahmen auf den häuslichen Bereich verlagert. Dazu hat ebenfalls die vorübergehende Schließung von Speiselokalen beigetragen. Nach Wiederöffnung klagen verschiedene Gäste über die neuen Rahmenbedingungen.

Ihrer Auffassung nach leidet das Ambiente und sonst übliche Essvergnügen unter Reservierungsproblemen, Maskenzwang und Pflichtangaben zur Person. Außerdem stehen übermäßige Preiserhöhungen der angebotenen Speisen in der Kritik. Der Liefer-Service wird als Alternative häufiger als früher in Anspruch genommen. Ein zunehmendes Ernährungsbewusstsein hat dazu geführt, dass mehr als nur Pizza und Hamburger angeboten wird. Ideenreichtum am eigenen Herd zu zeigen liegt ebenfalls im Trend. Dazu zählt auch das Backen. Wer einen Garten oder Balkon hat, nutzt vermehrt die Möglichkeit, über frische Kräuter zu verfügen.

Zahlreiche Menschen haben vorschnell im Supermarkt bei Haltbarem zugegriffen

Neben der schwierigen Jagd auf Toiletten-Papier waren im Frühjahr 2020 verstärkt haltbare Lebensmittel gefragt. Dazu zählten insbesondere Teigwaren, Reis und Fertiggerichte. Die Nachfrage nach Dosengerichten stieg erheblich. Mittlerweile sind keine Versorgungsengpässe mehr erkennbar. Vielmehr ist davon auszugehen, dass übermäßig besorgte Vorräte als kreative Bestandteile in zahlreisen Speiseplänen genutzt werden.

Als Alternative zu frischen Lebensmitteln könnte der Nährstoffgehalt geringer sein. Außerdem sind Dosen und sonstige Fertiggerichte oftmals besonders mit einem hohen Kalorienanteil belastet. In Verbindung mit den Bewegungseinschränkungen durch Corona könnten sich dadurch schnell einige überflüssige Pfunde ansammeln.

Ist durch gezielte Ernährung ein höherer Schutz gegen Corona möglich?

Solange noch kein Impfstoff auf dem Markt und für Medizinern kein Gegenmittel für die Erkrankten verfügbar ist, bestehen nur begrenzte Schutzmöglichkeiten. Neben den Hygienemaßnahmen durch Waschen und Desinfizieren, Tragen von Masken sowie Abstandhalten kann das Immunsystem gestärkt werden. Das Immunsystem sorgt für die gesundheitliche Balance im Körper.

Bei einer auftretenden Infektion kann es wesentlich darauf ankommen, dass die Krankheitserreger durch das körpereigene Abwehrsystem bekämpft werden können. Die individuellen Chancen gegen die gesundheitlichen Auswirkungen durch Corona erhöhen sich durch ein intaktes Immunsystem. Zur Stärkung bestehen verschiedene Möglichkeiten wie mehr Bewegung und Reduzierung von Übergewicht, ausreichender Schlaf oder Saunieren. Eine wesentliche Rolle spielt bei der Funktionstüchtigkeit des Immunsystems die Ernährung.

Welche Lebensmittel stärken das Immunsystem?

Das Immunsystem muss regelmäßig mit ausreichenden Nährstoffen über die Ernährung versorgt werden, damit es seine Aufgaben erfüllen kann. Eine unzureichende, falsche Ernährung sollte daher vermieden werden. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung unter Berücksichtigung des individuellen Energiebedarfs kann durch bestimmte Nahrungsmittel gefördert werden.

Als Orientierungshilfen dienen Nährstofftabellen und die Angaben auf den Lebensmittelverpackungen. Reichlich frisches Obst und Gemüse, Ballaststoffe und eine täglich ausreichende Trinkmenge bieten eine gute Grundlage für die Ernährung. Wochenmärkte erfreuen sich über eine höhere Besucherzahl. Besonders folgende Lebensmittel stärken das Immunsystem:

  • Knoblauch und Zwiebeln enthalten die wertvolle Aminosäure Allicin. Durch die Erhöhung der Produktion schützender Enzyme können freie Radikale stärker bekämpft werden.
  • Leinsamen und Feldsalat enthalten Ballaststoffe, die wichtig für die Darmflora sind. Dort befindet sich der größte Anteil der Immunzellen.
  • Brokkoli und Rosenkohl enthalten viel Vitamin C, das als Hauptschutzvitamin gilt.
  • Linsen enthalten einen hohen Anteil des Spurenelements Zink. Der Körper benötigt Zink beim Austausch von Zellen.
  • In Meerrettich ist reichlich Senföl enthalten. Dadurch können Entzündungen gehemmt werden.
  • Haferflocken verfügen über das Spurenelement Selen. Es schützt die Zellen und das Herz.
  • Radieschen stärken durch ihren hohen Gehalt an Senfölen und Vitamin C ebenfalls das Immunsystem.

Fazit: Gesundes Essen zum Wohlfühlen anstelle von Pandemie-Trostessen

Corona führt nach anfänglichen Schockreaktionen im Einkaufsverhalten und stressiger Einschränkung der Entfaltungsmöglichkeiten zu einer neuen Esskultur. Das Bewusstsein in Sachen gesunder Lebensmittel als Schutz gegen Corona hat sich ebenso erhöht wie die Anzahl der Hobbyköche. Der Gefahr von Übergewicht scheinen riesige Mengen von Radlern und Joggern außerdem tatkräftig entgegen zusteuern.

Ernährung und Bewegung haben in Pandemie-Zeiten offenbar einen neuen Stellenwert erhalten. Mehr Menschen kaufen bewusster ein und kochen gerne selber. Sie können dadurch ihrer Gesundheit etwas Gutes tun und außerdem noch Geld sparen. Es stellt sich die Frage, ob sich diese Entwicklung nach einer überstandenen Virus-Gefahr wieder ändert.

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