CBD-Öl: Wirkung von Hanfextrakten in vielen Gesundheitsbereichen

Hanf ist den meisten Menschen nur bekannt als Rohstoff für unverwüstliche Seile oder konsumiert und geraucht als Rauschmittel. Was viele nicht wissen: Die uralte Kulturpflanze Hanf hat ein sehr breites Wirkungsspektrum in vielen Gesundheitsbereichen.

Mit ihren Inhaltsstoffen ist sie eine wertvolle Heilpflanze bei diversen gesundheitlichen Beschwerden. Die besondere Nährstoffkombination des Cannabis wirkt – äußerlich angewendet – wohltuend auf die Haut. Auch als Lebensmittel erfährt das Wunderkraut derzeit seine wohlverdiente Wiederentdeckung.

Heilpflanze, Rohstoff und Superfood: In der Hanfpflanze steckt geballte grüne Power.
Heilpflanze, Rohstoff und Superfood: In der Hanfpflanze steckt geballte grüne Power.

Hanf – die wiederentdeckte Wunderpflanze

Hanf (botanischer Name Cannabis Sativa) zählt zu den ältesten Heil- und Nutzpflanzen des Menschen. Dabei machen sowohl die Inhaltsstoffe als auch die robuste Faser den Hanf so wertvoll. Seine eindrucksvolle Geschichte reicht zurück bis ins 16. Jahrhundert vor Christus. Aus dem alten Ägypten stammen die ersten schriftlichen Zeugnisse. Bereits 6000 v. Chr. wurde Hanf in China angebaut, hauptsächlich für die Herstellung von Textilien, als Nahrungsmittel und Arzneimittel. In Europa verbreitete sich der Hanfanbau ab dem 9. Jahrhundert – mit vielfältigem Nutzen.

Hanf diente als Rohstoff für Seile, Textilien, als Basis für Lacke und Farben, als Treibstoff oder als Lampenöl. Im 14. Jahrhundert übernahmen die Europäer von den Chinesen Techniken aus der Papierherstellung. Viele wichtige Zeitdokumente wurden auf Hanfpapier gedruckt. Die erste Gutenberg-Bibel im Jahr 1455 ebenso wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 1776.

Als Heil- und Arzneipflanze hat Hanf ebenfalls eine lange Tradition. Im alten China 2.300 v. Chr. fanden die getrockneten und extrahierten Pflanzenteile Anwendung bei Malaria, Gicht, Rheuma oder Nervenkrankheiten sowie bei starken Schmerzen. Auch bei verschiedenen Hautkrankheiten oder Ohrenleiden kamen Hanfextrakte zum Einsatz. Seine entzündungshemmenden und krampflösenden Eigenschaften sind seit jeher geschätzt und finden heute wieder neuen Anklang.

Legale Cannabinoide und CBD

Die meisten bringen Cannabis in Zusammenhang mit Drogenkonsum und Rauschmittelgebrauch. Dabei gibt es neben dem psychoaktiven Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol) ein anderes Cannabinoid in der Pflanze, was keine rauschaktive Wirkung ausübt: Cannabidol oder CBD. Die heilsame Wirkungsweise von CBD ist inzwischen unangefochten, was immer mehr Fachleute bestätigen.

CBD ist inzwischen Hauptbestandteil in vielen Gesundheitsprodukten, wie die aus der Reihe des skandinavischen Unternehmens Nordic Oil. Aus zertifiziertem biologischem Anbau wird konzentriertes CBD gewonnen und in Kristallform, als Kapseln oder in unterschiedlich konzentrierten Hanföl-Mischungen verarbeitet. Oral eingenommen wirkt sich das Cannabidol auf eine ganze Reihe von körperlichen wie seelischen Symptomen positiv aus.

Es verspricht Schmerzlinderung bei Gelenkschmerzen, Arthritis, Migräne oder Epilepsie, beruhigt und entspannt bei Ängsten und Depressionen, wirkt appetitanregend, lindert Übelkeit und reguliert Herzprobleme. Die getrockneten Blätter der Hanfpflanze wirken hier als milder bekömmlicher Tee mit entspannendem und beruhigendem Effekt.

Es ist wichtig zu wissen, dass die für die legale Anwendung gebräuchlichen Hanfsorten THC-arm sind. Nur dieser sogenannte Nutzhanf darf in Europa in den Anbau. Diese Hanfsorte ist kein psychoaktives Marihuana.

Cannaboide in Naturkosmetik

Die natürlichen Wirkstoffe des Hanfs sind eine gute Alternative für alle, die zu Hautproblemen neigen und keine rein pharmazeutischen Cremes mehr an ihre Haut lassen wollen. Die Cannaboide haben einen stark revitalisierenden und regenerierenden Effekt auf die oberen Hautzellen. CBD wirkt bei Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne oder sehr sensibler Haut entzündungshemmend und reguliert die Talgproduktion.

Die Anwendungsgebiete des Hanfs sind auch äußerlich breit gefächert. Angewendet in der Mundhöhle zeigen sich CBD-haltige Zusätze als therapeutisch sinnvoll bei Zahnfleischentzündungen, Zahnfleischbluten oder Paradontitis. Hanfextrakte gibt es immer öfter als Zusatz auch in Shampoos, Gels oder Seifen zu kaufen.

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Lili Nuß

Lili Nuß ist Geprüfte Industriemeisterin IHK - Fachrichtung Pharmazie und Chemielaborantin, Fachbereich Analytik. In ihrer langjährigen beruflichen Praxis bei Warner Lambert und Pfizer in Freiburg, war sie unter anderem für die Qualitätskontrolle der Wirkstoffe und Hilfsstoffe zuständig. Lili Nuß ist unsere Fachfrau für Pharmazie, Chemie, Analytik und Medikamentenkunde.

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