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Blutdruck messen – so geht es richtig!

Invasive Blutdruckmessung

Die invasive oder auch direkte Blutdruckmessung erfolgt in der Regel ausschließlich während einem operativen Eingriff. Bei der invasiven Blutdruckmessung wird ein Drucksensor in eines Gefäß, meist eine Arterie, eingeführt, der die Höhe des Blutdrucks misst. Die Messwerte des Sensors werden auf einem Monitor grafisch dargestellt, in Form einer Blutdruckkurve.

Diese Form der Blutdruckmessung ist sehr genau, birgt jedoch auch einige Risiken, etwa in Form von Infektionen, Verletzungen von Nerven oder auch in Form von Blutungen.

Arterielle Blutdruckmessung

Der Blutdruck wird bei der arteriellen oder auch indirekten Blutdruckmessung mit Hilfe eines Blutdruckmessgeräts gemessen. Um mit dieser Form der Blutdruckmessung korrekte Werte zu erhalten, sollten einige Richtlinien eingehalten werden:

  1. Es sollte immer in der gleichen Position gemessen werden: stehend, sitzend oder liegend.
  2. Es sollte stets an der gleichen Extremität gemessen werden
  3. Es sollte stets zur gleichen Uhrzeit gemessen werden
  4. Die Messung sollte für den Patienten stressfrei erfolgen
  5. Bei der Messung mit einem elektronischen Gerät am Handgelenk ist die Position des Armes von erheblicher Bedeutung
  6. Eine Kontrollmessung sollte zwei Minuten nach der ersten Messung erfolgen

Der Arzt verwendet in der Regel keine vollautomatischen Blutdruckmesser zur Ermittlung der Blutdruckwerte. Eine Blutdruck Manschette und ein Stethoskop helfen stattdessen dem Mediziner bei der Messung des Blutdrucks.

Das elektronische Gerät und auch die „manuelle Messung“ des Arztes verlaufen wie folgt:

Die Manschette wird luftleer angelegt und anschließend mit Luft befüllt. Der systolische Wert kann gemessen werden, wenn das so genannte Korotkow-Geräusch, ein klopfender Ton, zu vernehmen ist. Sobald dieser wieder aussetzt, wird des diastolische Wert gemessen. Dies ist die meist genutzte Methode, um den Blutdruck zu messen. Sie wird auskulatorische Blutdruckmessung genannt.

Bei der oszillometrischen Blutdruckmessung wird die Druckschwankung der Pulswelle durch einen Druckwandler registriert und in Blutdruckwerte umgerechnet. Diese Methode ist recht ungenau, wenn sie manuell durchgeführt wird.

Elektronische Messgeräte, wie sie etwa im Hausgebrauch oder auch in Aufwachräumen verwendet werden, kommen zu einem sehr genauen Ergebnis. Die oszillometrische Messung wird auch verwendet, wenn eine Langzeitblutdruckmessung durchgeführt werden soll.

Mit einer palpatorischen Blutdruckmessung kann lediglich der systolische Wert bestimmt werden. Bei dieser Methode wird die Blutdruckmanschette aufgepumpt, bis kein Puls mehr spürbar messbar ist. Der Druck wird wieder abgelassen und der Wert, der erscheint, sobald der Puls wieder messbar wird, entspricht dem systolischen Wert.

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