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Asthma Symptome und die Behandlung

Asthma Symptome
Asthma Symptome

Das aus dem Griechischen stammende Wort „Atemnot“ bezeichnet die dauerhafte Entzündung der Atemwege. Asthma ist eine der häufigsten chronischen Krankheiten, von der alle Altersgruppen betroffen sein können.

Bei einer Asthmaerkrankung sind die Bronchien überempfindlich, sodass es zu wiederkehrenden Atemwegsverengungen kommen kann. Kleine Reize der Lunge durch psychische Belastung oder Überanstrengung kann bei Betroffenen eine Atemnot auslösen. Die extreme Form dieser Verengung durch Schleimhautanschwellung oder Verkrampfung der Bronchien verursacht einen Asthmaanfall.

Allergisches Asthma und nicht allergisches Asthma sind zwei Formen, die oft auch gemischt auftreten. Rund 10% der Kinder in Deutschland leiden unter allergischem Asthma, während nicht allergisches Asthma meist erst im Erwachsenenalter auftritt. Je nach der Form des Asthmas kann sich auch die Therapie zur Heilung unterscheiden. Eine langfristige Therapie zur Entzündungshemmung ist ebenso möglich, wie eine Akuttherapie in Form eines Asthmasprays zur Inhalation.

Asthma Symptome

Asthma Symptome sind vor allem von krampfartigen, trockenen Hustenanfällen gekennzeichnet, die in Intervallen auftreten. In der Anfangsphase haben die Intervalle längere Abstände mit wenigen Begleitsymptomen, weshalb es oft zu Beginn häufig zu einer Fehldiagnose kommt und das Asthma nicht gleich erkannt wird. Das charakteristische Zeichen der Asthma Symptome ist das Fehlen weiterer Krankheitszeichen in den beschwerdefreien Phasen. So haben die Betroffenen kein Fieber und auch keine Anzeichen von Schnupfen.

Wenn sich der anfängliche Husten zu Asthma entwickeltIm fortgeschrittenen Stadium sind die Asthma Symptome deutlicher. Jetzt ist der trockene Husten auch von einem schweren Reizhusten begleitet. Oft können die Betroffenen den Hustenreiz nicht kontrollieren. Erst ein Glas Wasser beruhigt in vielen Fällen die Bronchien und stoppt momentan den Husten. ­

Dieser Reizhusten kann individuell mit einem zähig-glasigen Schleim auftreten, der sich schwer abhusten lässt.Im Laufe der Zeit entwickelt sich der anfänglich trockene Husten zu einem Asthmaanfall. Dabei haben sich die Asthma Symptome leicht verändert. Atemnot, pfeifende Atemgeräusche und ein Engegefühl in der Brust sind charakteristisch geworden und verschlechtern den Zustand, in dem sich der Betroffene in einem Asthmaanfall befindet. Aufgrund verschiedener Ursachen wird ein Asthmaanfall durch Wetterwechsel aber auch durch allergische Reaktionen ausgelöst.

Wenn Asthmaanfälle regelmäßig auftreten

Der Asthmaanfall ist von einer leichten bis zu akuter Luftnot sowie einer oberflächlichen und schnellen Atmung gekennzeichnet. Aufgrund der Krämpfe in den Bronchien sind Einatemgeräusche nur abgeschwächt wahrzunehmen, während die Ausatmung von einem pfeifenden Geräusch begleitet sein kann. Parallel dazu fällt das Sprechen von längeren Sätzen bei einem Asthmaanfall schwer.

Dabei atmet der Betroffene bei einem schweren Asthmaanfall mehr als 25 Atemzüge/Minute ein. Der Betroffene reagiert mit zunehmender Unruhe, unter Umständen auch mit Bewusstseinsstörungen und Sauerstoffmangel, der sich durch blau verfärbte Lippen zeigt. In einem Spätstadium der Asthma Symptome ist eine medikamentöse Behandlung notwendig, die die Atemnot verringert und die Bronchien sofort beruhigt.

Allergisches Asthma

Asthma entsteht in erster Linie durch eine Überempfindlichkeit der Atemwege. Bei bestimmten Reizen reagieren die Atemwege der Betroffenen mit anfallartigen Beschwerden. Grundsätzlich werden zwei Formen des Asthmas unterschieden. Sowohl allergisches Asthma als auch nicht-allergisches Asthma weisen Symptome von akut auftretender Atemnot mit erschwerter Atmung und pfeifenden Atemgeräuschen bis hin zu Husten und Hustenanfällen auf. Jedoch sind die Auslöser der beiden unterschiedlichen Asthmaformen verschieden.

Allergisches Asthma wird durch die Reizung der Atemwege, vorwiegend durch den Kontakt mit entsprechenden Allergenen, verursacht. Insbesondere Pflanzenpollen oder andere, in der Luft vorkommende, allergieauslösende Stoffe geraten auf direktem Wege in die Atmungsorgane und reizen die dort befindlichen Schleimhäute. Aufgrund der Überempfindlichkeit der Atemwege entstehen schließlich die allergisch bedingten Asthmaanfälle.

Nicht allergisches Asthma hingegen wird durch andere Reize verursacht. Infektionen der Atemwege, Medikamentenunverträglichkeiten, Gifte oder irritierende Stoffe in der Luft sowie außerordentliche körperliche Belastungen können zu nicht allergisch bedingten Asthmaanfällen führen. Auch psychische Überbelastungen gehören zu den Ursachen dieser Atemwegserkrankung.
Nur wenige Asthmapatienten weisen reines allergisches Asthma oder nicht-allergisches Asthma auf. In der meisten Fällen wird eine Mischform beider Asthmaarten diagnostiziert, deren Basis ein vorangegangenes allergisches Asthma bildet.

Allergisches Asthma fordert eine besondere Vorbeugung, um die Entwicklung der Mischform und andere Langzeitschäden zu verhindern. Da trockene Raumluft die Atemwege reizt, sollte auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit stets geachtet werden. So können sich besonders die Bronchien entspannen und reagieren weniger schnell auf andere Reizstoffe.

Auch klimatische Bedingungen begünstigen allergisches Asthma. See- und Meeresluft sowie Gebirgsluft bergen weniger Allergene und beruhigen die Atemwege. Sowohl auf das aktive als auch auf das passive Rauchen sollten Asthmatiker unbedingt verzichten, um die Atemwege nicht unnötig zu reizen. Weiterhin sollte auf den Kontakt mit allergiefördernden Stoffen unbedingt verzichtet werden. Dabei sind besonders Milben- und Stauballergien sowie Lebensmittel- und Medikamentenunverträglichkeiten zu beachten. Zusätzlich sollten Betroffene viel Flüssigkeit aufnehmen, um den Abtransport der Reizstoffe zu begünstigen.

Asthma Bronchiale

In der Regel wird zwischen dem nicht-allergischen und dem allergischen Asthma unterschieden. Kinder reagieren häufiger mit der allergischen Form des Asthmas, die hier noch sehr gute Heilungschancen hat. Durch einen allergenen Auslöser oder andere Reize kommt es zu einer chronischen Entzündung der Bronchien, die mit einer Überreaktion der Atemwege vergleichen werden kann. Dabei verengen sich die Atemwege, ein Anschwellen der Bronchialschleimhaut provoziert einen zähen Schleim, der Ursache für die typische Atemnot bei Asthmatikern ist.

Ursache und Auslöser von Asthma BronchialeAsthma hat diverse allergische Auslöser. Dazu zählen die Hausstaubmilben, Pollen, Hausschimmel oder auch Tierhaare können die Ursache für Asthma sein. Nicht-allergische Impulse sind verschleppte Atemwegserkrankungen, aber auch die Inhaltsstoffe verschiedener Medikamente zum Beispiel Acetylsalicylsäure und Schadstoffe wie Tabakrauch oder Abgase in der Luft. Viele Betroffene leiden unter einer Mischform des Asthma Bronchiale, da die Bronchien im entzündeten Zustand schnell auf andere Auslöser reagieren. Die Überempfindlichkeit der Lungen – wie Asthma entstehtZum Asthma Bronchiale kommt es, wenn sich die oberen Luftwege in den Lungen entzünden. Bei sehr kalter Winterluft kann es zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien kommen und ebenso die symptomatischen Hustenanfälle mit Atemnot erzeugen.

Darüber hinaus gehört die mangelnde bronchiale Reinigung zu einem der Risikofaktoren für Asthma Bronchiale. Dabei ist die selbstreinigende Funktion der Lunge gestört oder kommt ganz zum Erliegen. Der in den Lungen produzierte Schleim verbleibt im Lungengewebe und kann nicht abgehustet werden. Bei dieser Einlagerung wird das Gewebe geschädigt.

Asthma verstärkende Medikamente sollten gemieden werden

Auch Inhaltsstoffe verschiedener Medikamente können bei Menschen mit Asthma starke Beschwerden auslösen bzw. das Asthma Bronchiale um ein Vielfaches verstärken. Diese, durch Medikamente ausgelöste Asthmaanfälle, können bisweilen sogar lebensbedrohlich für den Betroffenen werden. Zu diesen Medikamenten gehören in erster Linie Acetylsalicylsäure, selten auch Paracetamol.

Verstärkende Wirkung haben auch Betablocker, sie verengen die Bronchien und lösen ebenfalls den beängstigenden Hustenanfall beim Asthma aus. Diverse Schmerzmittel, die bei entzündlichen Vorgängen aber auch bei Schmerzen wie Arthrose oder Rheuma, verabreicht werden, wirken verstärkend bei Asthma Bronchiale.

Asthma Medikamente

Rauch, kalte Luft, körperliche Anstrengung, Pollen oder Tierhaare – wenn das Ausatmen vom unbewussten Vorgang zur Qual wird, können viele Ursachen als Auslöser infrage kommen. Nicht immer ist aber auch eine Behandlung der Anfälle durch Asthma Medikamente notwendig und sinnvoll.
Wann macht eine medikamentöse Behandlung Sinn?
Asthma Medikamente sind als Langzeitbehandlung nur dann sinnvoll und angeraten, wenn die Ursache des Asthmas sicher diagnostiziert und auch nichtmedikamentöse Behandlungsformen mit einbezogen wurden. Handelt es sich um Asthma bronchiale oder allergisches Asthma? Sind Allergene oder Anstrengung Auslöser der Anfälle? Können die auslösenden Faktoren vollständig gemieden oder geheilt werden? Abhängig von Art und Schweregrad der Erkrankung können Asthma Medikamente auf Mittel für Notfälle beschränkt oder als regelmäßige Behandlung eingesetzt werden.
Dabei sind Notfallmedikamente bei seltenen Asthmaanfällen, die zeitlich weit auseinanderliegen, zumeist ausreichend. Häufigere Atembeschwerden erfordern hingegen eine regelmäßige Behandlung durch passende Asthma Medikamente. In jedem Fall stehen jedoch umfassende Untersuchungen und eine alle Faktoren einbeziehende Diagnostik am Anfang und im Zentrum der Behandlung.
Kurzzeitbehandlungen durch Asthma Medikamente
Von einer Kurzzeitbehandlung durch Asthma Medikamente wird gesprochen, wenn diese nur vorübergehend zum Einsatz kommen.Dabei werden die Mittel allein oder zusätzlich zu einer langfristigen und regelmäßigen Therapie eingesetzt, wenn sich phasenweise eine Verschlimmerung oder Häufung der Anfälle abzeichnet.
Hierbei werden entzündungshemmende Mittel, wie beispielsweise Cromoglicinsäure oder Cortison in Form von Corticoid-Aerosolen, Saft und Tabletten angewendet. Aber auch verschiedene Impfstoffe und Antihistaminika können für kurzfristige Linderung sorgen.
Langzeitbehandlung bei Asthma
Eine medikamentöse Behandlung mäßiger und schwerer Asthma-Formen mit häufigen Anfällen ist zumeist langfristig ausgelegt. Derlei Langzeitbehandlungen sollen in erster Linie dazu dienen, das Asthma zu kontrollieren und Anfälle in Häufigkeit und Schweregrad zu reduzieren. Dabei kommen ebenfalls Corticoid-Aerosole und Corticoid-Steroide zum Einsatz. Zusätzlich werden Asthma Medikamente verwendet, die Krämpfe innerhalb der Bronchien lösen und die Bronchien erweitern.
Dazu zählen Sympathomimetika und Bronchodilatatoren. Sowohl bei der Kurz- als auch Langzeitbehandlung und selbst beim alleinigen Einsatz von Bedarfsmedikamenten sind das Erlernen spezieller Atemtechniken und der Besuch einer Asthma-Schulung sinnvoll. Diese Maßnahmen können den Einsatz der Asthma Medikamente und die Intensität der Anfälle deutlich verringern.
5-Stufen-Plan
Ob lediglich Bedarfsmittel für den Notfall, eine Kurzzeitbehandlung durch Asthma Medikamente oder eine regelmäßige Einnahme notwendig sind, kann anhand des 5-Stufen-Plans entschieden werden. Treten Anfälle nur gelegentlich auf, wird das Asthma der Stufe 1 zugeordnet und daraus folgend nur bei Bedarf mit Notfallmedikamenten behandelt.
Von der 5.Stufe wird gesprochen, wenn trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahme ein starkes und andauerndes Asthmaleiden vorliegt. Mit Veränderung der Schwere und Häufigkeit ändert sich auch die entsprechende Stufe und Behandlung.

Asthmaspray

Asthmaspray wird in erster Linie gegen akute Asthmaanfälle verordnet. Entsteht eine Atemnot in Folge einer Überreizung der Atemwege, so soll das Asthmaspray in kürzester Zeit Linderung verschaffen, indem es die Schwellung der Schleimhäute, die die Atemwege verengt, löst und auf ein Normalmaß zurückbildet. Zusätzlich löst das Asthmaspray die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, insbesondere der glatten Muskelstränge der Atemwege.
Bei einem akut auftretenden Asthmaanfall mit erschwerter Atmung, Pfeiffgeräuschen der Bronchien oder Hustenanfällen, wird das Asthmaspray tief in die Atemwege inhaliert, sodass es die Schleimhäute direkt benetzt und in wenigen Minuten seine Wirkung entfalten kann, wobei das Wirkungsmaximum nach höchstens 15 Minuten eintreten sollte.
Dabei ist es wichtig, die richtige Technik bei der Inhalation anzuwenden, um eine größtmögliche Linderung der Beschwerden zu erreichen. Zu Beginn der Behandlung sollte versucht werden, möglichst ruhig zu atmen. Muss das Asthmaspray zuerst vorbereitet werden, wie es bei modernen Pulverinhalatoren die Regel ist, kann dieses in der Zeit geschehen. Unmittelbar vor der Inhalation sollte ein bis zweimal tief ein- und ausgeatmet werden. Dann wird das Asthmaspray an den Mund herangeführt und beim Drücken des Pumpmechanismus tief eingeatmet.
Danach sollte versucht werden, wenige Momente die Luft anzuhalten, bevor schließlich langsam durch die Nase wieder ausgeatmet wird. So kann sich der Wirkstoff optimal in den Atemwegen verteilen und seine volle Wirkung entfalten.Die Nebenwirkungen sind bei jedem Asthmaspray individuell und sollten vom Arzt oder Apotheker angesprochen werden. Zahlreiche Asthmasprays fördern jedoch die Reizung des Rachenbereiches und führen zu Irritationen dessen.
Auch Herzrasen, eine erhöhte Pulsfrequenz sowie erhöhter Blutdruck und unkontrolliertes Muskelzittern können durch Asthmasprays hervorgerufen werden. Ebenfalls gehören zu den Nebenwirkungen der Medikamente häufig Müdigkeit sowie Übelkeit und Unwohlsein. Da jedes Asthmaspray über andere Wirkstoffe verfügt und damit auch andere Nebenwirkungen hervorruft, sollten erste Anzeichen direkt mit dem Arzt besprochen werden, sodass bei Bedarf ein Wechsel des Medikaments eingeleitet wird.

Salbutamol

Salbutamol ist ein Bronchospasmolytikum, das in erster Linie gegen Asthma bronchiale und chronischer Bronchitis angewendet wird. Das Medikament wird inhalativ verabreicht und kann sowohl durch einen Pulverinhalator, einen Druckgasinhalator oder in einer Inhalationslösung für Vernebelung aufgenommen werden. Wird Salbutamol inhaliert, erreicht es auf direktem Wege die Schleimhäute der Atemwege und kann ohne weitere Zeitverzögerung seine Wirkung entfalten.

Bereits nach etwa 15 Minuten wird das Wirkungsmaximum des Medikaments erreicht, sodass es auch als Notfallmedikament Anwendung findet. Um eine zeitverzögerte Wirkung zu erreichen, kann Salbutamol ebenfalls oral in Form von Retardtabletten oder Tropfen eingenommen werden.

Das Medikament wirkt beruhigend auf die Bronchien und führt zu einer langanhaltenden Entspannung der glatten Muskelstränge der Atemwege. Salbutamol gehört zu den rezeptpflichtigen Arzneimitteln und wird bei Bedarf durch einen Arzt verschrieben. Bei Sportlern kann es aufgrund seiner anabolen Wirkung als Dopingmittel diagnostiziert werden.Salbutamol kann, wie nahezu jedes Medikament, verschiedene Nebenwirkungen herbeiführen. So ließen sich bereits Symptome, wie Schwindel und Übelkeit nach der Einnahme des Medikaments erkennen.
Auch ein Tremor, also das Zittern der Muskeln ohne erkennbare Auslöser, ist als Nebenwirkung gelistet. Weiterhin können Nervosität und Unruhe sowie Herzklopfen und ein erhöhter Blutdruck nach der Verabreichung von Salbutamol auftreten. Eine erhöhte Herzfrequenz bis hin zur Tachykardie kann ebenfalls als Nebenwirkung nach dem Gebrauch des Arzneimittels auftreten. Schwindel ist ein weiterer, unerwünschter Nebeneffekt. Aufgrund der Reizung der Atemwege bei der Inhalation von Salbutamol können weiterhin Nasenbluten und eine Entzündung des Rachenbereiches durch Konsum des Medikaments hervorgerufen werden.
Insbesondere bei Herzproblemen ist eine Absprache mit dem behandelnden Arzt bei der Einnahme des Medikaments unumgänglich. Studien zufolge hat ein intensiver Gebrauch des Arzneimittels eine schädliche Wirkung auf das Herz und kann zu einer Verschlimmerung der Symptome bei Herzproblemen führen. Wie bei jedem Medikament gilt auch bei Salbutamol, dass bei ersten Anzeichen für unerwünschte Nebenwirkungen unbedingt ein Arzt aufgesucht werden sollte.

Asthma Therapie

Asthma ist eine Atemwegserkrankung, die sich durch eine Überempfindlichkeit und chronische Entzündung der Bronchien charakterisiert. Dadurch tritt eine Verlegung und Verengung der Atemwege auf, was sich in episodisch auftretenden Symptomen wie vornehmlich Atemnot, Husten, Keuchen oder Engegefühl äußert. Die Bronchienverengung kann dabei so schwerwiegender Natur sein, dass es zu lebensbedrohlichen Anfällen kommen kann. Da die Krankheit aber nicht immer den gleichen Verlauf nimmt, gibt es rund um die Asthma Therapie bzw. der medikamenösen Behandlung mit Antiasthmatika verschiedene Therapiemöglichkeiten.
Eine wichtige Säule einer entsprechenden Asthma Therapie ist immer die Patientenschulung. Dabei wird die Verhaltensweise bei einem auftretendem oder drohendem Anfall optimiert; zudem soll der Patient bezüglich der Symptomerkennung und der Meidung von auslösenden Faktoren sensibilisiert werden. Wenn der auslösende Faktor bzw. Stoff identifiziert werden konnte, kommt gerade bei jungen Patienten mit kurzer Erkrankungsdauer dann im Rahmen einer Asthma Therapie eine Hyposensibilisierung in Betracht. Bei dieser Form der Asthma Therapie wird dem Patienten der auslösende Stoff über einen längeren Zeitraum verabreicht.
Bei der Pollenallergie konnten mit dieser Asthma Therapie nachweislich gute Ergebnisse erzielt werden.In der Regel ist eine inhalative einer oralen Asthma Therapie bzw. Behandlung vorzuziehen, da weniger Nebenwirkungen zu erwarten sind. Dabei wird zwischen einer Intervalltherapie und der Behandlung eines Asthmaanfalls unterschieden. Die Intervalltherapie basiert dabei auf einem fünfstufigen Modell. So ist bei mildem Asthma (Stufe 1) keine Dauertherapie empfehlenswert. Hier kommt bevorzugt ein inhalatives, kurzwirksames Sympathomimetika wie beispielsweise Fenoterol oder Salbutamol zur Anwendung, das die Atemwege weitet.
Bei persistierendem Asthma (Stufe 2) erhält der Patient zusätzlich zu einem im Bedarfsfall schnell wirkendem Sympathomimetika inhalatives Cortison in niedriger Dosierung. Erst ab Stufe 3 (mäßiges Asthma) wird dem Patienten lokal wirksames Glukokortikoiden in mittlerer Dosierung verabreicht; zudem zählen ein kurzwirksames sowie ein langwirksames inhaltives Sympathomimetika wie Salmeterol zur Therapie. Bei schwerem Asthma (Stufe 4) wird ein systemisches und ein hoch dosiertes inhalatives Glukokortikoid wie Prednisolon verschrieben; zusätzlich kommt bei Kindern ab 12 Jahren und Erwachsenen ein anti-IgE-Antikörper (Omalizumab) zum Einsatz.
Die schwerste 5. Stufe bezeichnet schweres, lang anhaltendes Asthma. Die Behandlung erfolgt wie in Stufe vier, wobei zusätzlich Kortikosteroide in Tablettenform gegeben werden. Eine Antikörpertherapie ist eine zusätzliche Option.Bei einem akuten Asthmaanfall ist demgegenüber eine zeitnahe Sauerstoffzufuhr über eine Maske oder Sonde, die Inhalation von hochdosierten Sympathomimetika, die Verabreichung entzündungshemmender Kortikosteroide sowie bei Bedarf beispielsweise das Narkotikum Ketamin empfehlenswert.
Dagegen werden so bezeichnete Leukotrienantagonisten (in Tablettenform) als Dauerlösung innerhalb einer Asthma Therapie bei leichtem bis mittelschwerem Krankheitsbild verabreicht. Auch im Urlaub dürfen Bedarfs- und Dauertherapie bzw. -medikation nicht vernachlässigt werden.Bei Kindern kommen innerhalb einer Asthma Therapie – je nach Schweregrad – bronchialerweiternde Sprays und eventuell eine vorbeugende Dauermedikation zum Einsatz. In der Regel besteht eine Asthma Therapie bei Kindern immer aus einer Dauertherapie und einer zusätzlichen Akuttherapie. Ist eine Allergie diagnostiziert worden, wird der Patient auch mit einer Immuntherapie behandelt.
Asthma Symptome und die Behandlung
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One comment

  1. Richard Friedel

    Als wirkungsvollere alternative zur chemischen Keule empfehle ich bei Asthma die Atemgymnastik von Frau. Strelnikova mit dem Video gimnastika strelnikovoi peredniy shag (googeln) mit lauter Einatmung durch die Nase und selbstredend mit steifer Oberlippe, so dass per Reflex die Atemwege erweitert werden.Nach meiner Erfahrung spielt kräftige Bewegung der Arme eine große Rolle. Die Fäuste werden in Takt mit dem Atemholen zusammen geballt.
    Eine gute Gelegenheit ist ein strammer Spaziergang.. Das unterstützt die Nasenatmung, die dann sich von alleine entwickelt und Kraft spendet statt eher zu behindern. .

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