Anzeichen von Blutdruckproblemen und Behandlungsmöglichkeiten

Je höher der Blutdruck, desto schwieriger wird die Arbeit für das Herz. Erhöhter Druck führt nicht nur zu Herzschäden, sondern zu anderen gravierenden körperlichen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Dauerschäden bis hin zum Tod, sodass Anzeichen von Blutdruckproblemen niemals auf die leichte Schulter genommen werden sollten.

Nehmen Sie daher die uncharakteristische Warnsignale der Blutdruckprobleme, wie häufige Müdigkeit, Schlafstörungen, Nervosität, Schwindel, Nasenbluten, Ohrensausen, Benommenheit, Sehstörungen durch Netzhautveränderungen, Taubheit, Lähmungen, Kopfweh, Atemnot, Leistungsabfall, Gereiztheit, Nervosität, Kurzatmigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Erektionsprobleme ernst und klären Sie Symptome sowie evtl. notwendig werdende Behandlung mit ärztlicher Hilfe ab.

Sie müssen häufiger Wasser lassen, haben mehr Durst als normaler, neigen zu vermehrter Schweißbildung, sind ständig abgeschlagen und wesentlicher belastbar als sonst? Auch dies können schleichende Symptome für Blutdruckprobleme sein. Später können dann noch Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen sowie andere neurologische Ausfallsstörungen durch Blutdruckprobleme hinzukommen.

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Häufig werden solche Symptome nicht bemerkt, sodass Blutdruckprobleme erst bei vorgeschrittenem Verlauf und bereits eingetretenen Gesundheitsschäden bemerkt werden. Auffallende Alarmsignale für Blutdruckprobleme sind ein Engegefühl in der Brust, Herzrasen, geplatzte Augenäderchen und stark gerötete Gesichtshaut.

Blutdruckprobleme können diverse Ursachen haben, inklusive einer Reihe unerforschter Ursachen: erbliche Veranlagung, Nebenwirkungen vieler Medikamente wie Antibabypille, Cortisonpräparate, Antirheumatika, jegliche Art von Drogen und Bewegungsmangel. Zu viel Salz, Alkohol, Rauchen und Übergewicht lassen ebenfalls schnell Anzeichen von Blutdruckproblemen entstehen, was jedoch häufig nicht bemerkt wird, denn Blutdruckanstieg führt nicht zwangsweise zu geröteter Haut oder Herzrasen.

Auch Sport oder Stress lassen den Blutdruck kurzfristig ansteigen, er muss jedoch danach wieder auf das normale Maß zurücksinken. Angstzustände, Phobien oder z.B. das Weißkittelsyndrom bringen einen normalen Blutdruck dazu, in Sekundenschnelle in die Höhe zu schießen. Allzu häufiges Kontrollieren des Blutdrucks mittels eines Blutdruckmessgeräts kann diesen Effekt ungewollt hervorrufen und neue Blutdruckprobleme verursachen.

Als Risikogruppe für Blutdruckprobleme gelten Männer über 55 und Frauen über 65 Jahre, Raucher, Personen mit Cholesterinwerten über 250 mg/dl. Blutdruckprobleme betreffen bereits jeden zweiten Deutschen, wobei jedoch lediglich 5% erfolgreich behandelt werden. Prozentual sind wesentlich mehr Männer als Frauen durch Blutdruckprobleme betroffen, unabhängig vom Alter.

Blutdruckprobleme gehen normalerweise nicht von selbst zurück, sondern müssen behandelt werden; mit oder ohne Medikamente. Durch den hohen Blutdruck muss das Herz Mehrarbeit leisten, sodass auf Dauer eine Herzschädigung erfolgt, Schlaganfall oder Herzinfarkt drohen. Zudem kann es durch Gefäßverkalkung (Arterioskerose) zu gefährlichen Verschlüssen, Augenproblemen, Störungen der Beindurchblutung und Nierenfunktion bis hin zu Hirnschädigungen oder tödlichen Gehirnblutungen kommen. Bluthochdruck wird deshalb als stille Gefahr bezeichnet.

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) kommt ebenfalls sehr häufig vor; wobei meist junge, schlanke Frauen, Schwangere, Senioren und Sportler betroffen sind. Laut WHO liegen die Grenzwerte liegen bei 100/60mmHg für Frauen und 110/70mmHg für Männer. Niedriger Blutdruck ist nicht lebensgefährlich, allerdings leiden Betroffene an Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen.

Behandlungsmöglichkeiten von erhöhtem Blutdruck

Fachleute sind sich einig: Blutdruckprobleme, der häufigste Grund für Arztbesuche, sind vermeidbar! Gesunde Lebensweise in jungen Tagen spart eine lebenslange Blutdruck-Therapie. Um möglichst wieder ihre Blutdruck Normalwerte zu erreichen, sollten Blutdruckpatienten auf eine gute Ernährung, viel Bewegung und ausreichend Erholung achten.Forschungen haben herausgefunden, dass ein Body Mass Index unter 25 das Erkrankungsrisiko bereits um 40% herabsetzt.

Körperliche Bewegung hat einen hohen Einfluss auf Blutdruck Normalwerte: Dreimal wöchentlich eine halbe Stunde Ausdauersport reduziert die Krankheitschancen auf die Hälfte. Bei den neuesten Studien stand übrigens Meditation im Vordergrund: Meditation beruhigt, reduziert gleichzeitig Stress und hohen Blutdruck. In Kombination mit Yoga konnten unglaubliche Erfolge erzielt und die Blutdruck Normalwerte in kurzer Zeit stabilisiert werden.

Für stabile Blutdruck Normalwerte wird eine Ernährung ähnlich der Mittelmeerdiät empfohlen, mit viel frischem Gemüse und Obst, Trockenobst, Nüssen, fettarmer Milch, Vollkornprodukten mageres Fleisch, viel Fisch und essenziellen Fettsäuren wie Omega 3 und Olivenöl. Durch eine maximale tägliche Aufnahme von 60g Fett, ausreichend Ballaststoffen, Kalium, Magnesium, Kalzium und 400 µg Folsäure sowie Alkoholverzicht werden die Blutdruck Normalwerte wieder erreicht.

Medikamentöse Therapie sollen schrittweise Blutdruck Normalwerte zwischen 120/75 bis 140/90 erreichen. Eingesetzt werden Kalziumkanalblocker, sogenannte Kalzium-Antagonisten, die ein Senken des Blutdrucks durch größeren Gefäßdurchmesser aufgrund einer verlangsamten Gefäßmuskulatur oder einer verlangsamten Herzfrequenz möglich machen sowie ACE-Hemmer, Beta-Blocker, Sartane sowie Diuretika eingesetzt.

Studien stellten zum Erreichen der Blutdruck Normalwerte eine mittlere Behandlungszeit von knapp zwei Jahren fest. Weiterhin stehen Renin-Inhibitor, Alpha-Blocker, Dihydralazin, Minoxidil, Reserpin, Cicletanin, Clonidin und Methyldopa zur Verfügung; hier handelt es sich um Medikamente ohne Bewertung oder mit Nebenwirkungen, die lediglich eingesetzt werden, wenn andere Maßnahmen zum Erreichen der Blutdruck Normalwerte keinen Erfolg zeigten.

Alle Medikamente weisen Nebenwirkungen auf.

Zwei neue tablettenlose Therapien für Blutdruck Normalwerte haben Aufsehen erregt und versprechen für die Zukunft der Blutdruckpatienten relativ viel: Ein kleiner Schrittmacher unter der Haut legt bei der Baroreflex-Therapie zwei Stromleitungen zur Herzschlagader, um das Gehirn zu einer Drucksenkung zu veranlassen und Blutdruck Normalwerte zu erreichen.

Bei der renalen Nervenablation wird Nervengewebe der Nierenarterie per Katheter verödet, um den Druck zu senken. Hierdurch konnten Blutdruck Normalwerte erreicht und auf Jahre stabilisiert werden.

Blutdruck-Patienten wird angeraten ein Blutdruck-Tagebuch zu führen und hier regelmäßig die gemessenen Blutdruckwerte sowie Ereignisse, Symptome und Aktivitäten zu notieren, um gezielt helfen zu können; möglicherweise wird keine Dauermedikation nötig. Ausreichend Medikamente sowie Blutdruckmessgerät gehören selbstverständlich immer in das Reisegepäck eines Blutdruckpatienten. Hektik, ausgedehnte Sonnenbäder und kalte Bäder sollten vermieden werden.

Werte unterhalb der Blutdruck Normalerwerte bezeichnet man als niedriger Blutdruck. Er wird verursacht durch Unterfunktion von Schilddrüse, Nebenniere oder Hirnanhangdrüse, Flüssigkeits- oder Salzmangel, Gehirnschäden, Krampfadern sowie Medikamente, ist jedoch selten gefährlich. Zu den Alltagstricks zählen sportliche Aktivitäten, Wadenwippe, ausreichend Salz und Flüssigkeit, kein Alkohol, kalte Güsse, Wassertreten, erhöhter Oberkörper beim Schlafen, bequeme Kleidung, bevor zu Medikamenten wie Sympathomimetika, Fludrocortison, Dihydroergotamin oder Erythropoetin gegriffen werden muss, um die Blutdruck Normalwerte wiederherzustellen.

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