Alternative Therapien bei Multiplesklerose

Hier finden sich psychotherapeutische, ernährungstherapeutische, krankengymnastische, esoterische und naturheilkundliche Methoden und Therapien sowie Entspannungsmethoden und weitere Heilswege.

Akupunktur, Akupressur: Aus der traditionellen chinesischen Medizin stammende Therapiemethoden, bei der an anatomisch lokalisierten Stellen Akupunkturnadeln eingestochen werden (Akupunktur) bzw. Stellen, Druckpunkte stimuliert/massiert werden (Akupressur), wodurch z.B. Blockierungen im Organismus aufgelöst werden.

Alexander-Technik: (Gerda Alexander, Physiotherapeutin) syn. Eutonie. Entspannungstechnik zur Erlangung eines dem Individuum eigenen Rhythmus durch Erlernen von bewusst durchgeführten Bewegungsabläufen.

Amalgam-Entfernung: Amalgam ist eine Legierung von Quecksilber mit anderen Metallen. In der Zahnmedizin findet es Anwendung als Füllmaterial unter Verwendung von Silber, Zinn oder Kupfer als Legierungspartner. Der Internist Walter Nieper u.a. propagieren bei ihrer MS-Therapie eine Entfernung von Amalgam aus den Zähnen, um den Körper zu entgiften.

Aromatherapie: Ätherische Öle werden als Duftstoffe therapeutisch angewendet. Ziel ist die Optimierung und Harmonisierung der Selbstheilungskräfte zur Gesunderhaltung und im Krankheitsfall. Tipps: Exotisches Basilikum bei Angst und Stress und bei MS (sehr stark antispasmodisch), Cistrose bei MS und Autoimmunkrankheiten, Gewürznelke bei MS (Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Aspirin und Heparin), Ysop wirkt stabilisierend bei MS (Nicht einnehmen, da es durch den hohen Ketongehalt neurotoxisch wirkt, abortativ bei Einnahme).

Atemtherapie: Ziel ist es nicht, eine spezielle Atemtechnik zu lernen, sondern den Atem frei fließen zu lassen. In Deutschland wurde sie in den dreißiger Jahren von Ilse Middendorf begründet. Es wird z.B. mit leichten Dehnübungen, Bewusstmachung des Atems, Übung von Bauch– und Zwerchfellatmung und Vokalatmung gearbeitet. Dies soll die Abwehrkräfte stärken und sämtliche Organe günstig beeinflussen, zu Entspannung und Abbau von Ängsten verhelfen.

Autogenes Training: Entspannungsmethode. Ein durch H.J. Schultz aus der Hypnose entwickeltes Verfahren der Selbstentspannung durch Konzentration auf autosuggestive Formeln. Eingeübt werden Empfindungen von Wärme, Kühle, Schwere, Atmung und Herztätigkeit.

Ayurveda: Sanskrit: Ayur langes Leben; Veda Wissen. Wissenschaft aus dem Nordwesten Indiens stammend, durch die das Leben in seiner Gesamtheit verstanden werden soll. Maharishi Ayurveda: Maharishi Mahesh Yogi verband das alte Wissen mit der neuen Wissenschaft. Maharishi Ayurveda umfasst über 20 verschiedene Ansätze für eine gute Gesundheit: Ordnungstherapie, Ernährung, Aromatherapie, Meditation, Körper- und Atemübungen usw.

Bach-Blüten-Therapie: (Edward Bach, walisischer Arzt, 1886-1936) Behandlung von 38 postulierten Seelenzuständen mit entsprechenden Blütenmitteln. Die Blüten helfen v.a. bei emotionalen Beschwerden, Verhaltensstörungen. Rescue- oder Notfalltropfen bei schockierenden Erlebnissen beinhalten bestimmte Bachblüten in Kombination: Cherry Plum, Clematis, Impatiens, Rock Rose, Star of Bethlehem.

Biochemie nach Schüssler: Einsatz von erdalkalinischen Salzen. 12 Mineralsalze werden in homöopathischer Dosierung verabreicht (je nach Anamnese, Symptomen, Krankheitsverlauf).

Bioenergetik: Ganzheitliche Methode psychotherapeutischer Körperarbeit nach A. Lowen. Der Körper wird als sichtbare und überprüfbare Realität des Seelischen zum primären Arbeitsfeld in der Psychotherapie.

Biofeedback: Bezeichnung für die in der Verhaltenstherapie angewendeten Verfahren, bei denen physiologische Parameter (z.T. mit technischen Methoden) erfasst und der bewussten Wahrnehmung zugänglich gemacht werden.

Bioresonanz- oder Moratherapie: Diesem Naturheilverfahren liegt die Vorstellung von Energieströmen wie in der Akupunktur zugrunde. Die negativen Schwingungen eines erkrankten Organs werden gemessen und bei der Therapie durch geeignete positive Schwingungen neutralisiert oder ersetzt. Die zur Therapie eingesetzten Schwingungen gelangen in Form von schwachen Strömen über Hautelektroden in den Körper. Auch bei MS eine bewährte Therapie.

Bobath-Methode: (Karel B., Neurologe, London, 1905-1991, Bertie B. Krankengymnastin, 1907-1991) Systematisches Training zur Herstellung der normalen Tonuslage durch Unterdrückung pathologischer Reflexmechanismen, Anbahnung höherer integrierter Bewegungs- und Haltereflexe und Überleitung in brauchbare Zielbewegungen. Die B.-M. wird auch als krankengymnastische Behandlungsmethode zur Verhinderung bzw. Abschwächung spastischer Lähmungserscheinungen z.B. bei Patienten mit Apoplexie oder MS erfolgreich angewendet.

Candida-Diät: In gesunder Darmflora ist der Hefepilz Candida albicans nur zu einem geringen Anteil vorhanden. Wuchert er, zieht das verschiedene Krankheiten nach sich. Der Pilz wird durch raffinierte Kohlenhydrate (Zucker, Weißmehl, Alkohol) begünstigt, auch durch Antibiotika, die Pille, Steroide. Ihn zu bekämpfen soll positive Wirkung auf die MS haben.

Chakra-Arbeit: Chakren – Bezeichnung im Hatha-Yoga und in der Tantra-Medizin für besondere Knotenpunkte. Bei den Chakra-Therapien werden unter den sieben Chakren Lebensenergiezentren verstanden. Das Energiesystem der Chakren wird verschiedenen Organen, Drüsen, Eigenschaften, Funktionen zugeordnet. Die praktische Chakra-Arbeit kennt eine Fülle von Möglichkeiten: die Anwendung von Klängen, Farben, Edelsteinen und Düften ergänzt durch Meditation, Atemübungen, Fußreflexzonenmassage und die Übertragung der universellen Lebensenergie.

Chirotherapie: (gr. cheir: hand) Von Ärzten ausgeübte, auf Handgrifftechniken beruhende Heilmethode, bei der Blockierungen in den Gelenken durch gezielte Manipulationen und Mobilisationen gelöst werden können.

Colon-Hydrotherapie: Darmreinigungsbäder sollen zu Verbesserung von Depressionen und zur Reduzierung schmerzhafter Verkrampfungen bei MS führen.

Colostrum: Erstmilch, auch Vormilch genannt, ist die Milch von Säugetieren und Menschen für das Erstgeborene. Sie enthält Immunglobuline, Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, natürliche Wachstumsfaktoren usw. Auch bei entzündlichen Erkrankungen wie MS soll Colostrum Hilfe bringen können. Wissenschaftlich ist das nicht erwiesen wie bei den meisten alternativen Therapien.

Cranio-Sacral-Therapie: Der Therapeut versucht den Rhythmus der Schädelatmung zu spüren, Blockaden zu erkennen und zu lösen, wozu er versucht die Schädelknochen zu manipulieren und ihre Stellung zu korrigieren.

Edelsteintherapie: Bezeichnung für die therapeutische und diagnostische Verwendung von Edelsteinen. Grundlage ist die vermutete elektromagnetische Informationsübertragung der Edelsteine. Bei MS sollen z.B. Malachit und Turmalin besonders wirksam sein.

Enzymtherapie: Behandlung von Erkrankungen mit Enzymen. Ihre Wirkung soll zur Auflösung von Immunkomplexen, Gerinnungsprodukten (die verschiedene Antigenstrukturen vor der Immunabwehr schützen sollen) u.a. genutzt werden. Einen Wirksamkeitsnachweis gibt es für rheumatische Erkrankungen.

Evers-Diät: (Joseph Evers, deutscher Arzt, 1894-1975) Bei dieser MS-Diät werden v.a. rohe, naturbelassene, pflanzliche Lebensmittel verzehrt z.B. gekeimte Körner, Früchte, einheimisches Gemüse, Eier, Bienenhonig, Milchprodukte und Milch, geringe Mengen frischer Fisch, Fleisch und Rohschinken. Denaturierte Nahrung wird gemieden.

Feldenkrais-Methode: Form der Körpertherapie zur Verbesserung der Körperwahrnehmung und Selbstwahrnehmung durch passives und aktives Ausführen kleinster Bewegungen. Sowi-Therapie: Sie fußt auf der Feldenkrais-Therapie und wurde von Sonja Wierk entwickelt, die auch MS hatte und damit wieder gesund wurde.

Fettarme Diät/ Diät mit essentiellen Fettsäuren: Fettarme Ernährung, bei der tierische Fette (wie Butter, Fleisch, Wurst) durch pflanzliche Fette und Öle (wie Olivenöl, Sonnenblumenöl) ersetzt werden. Dazu gibt es viel Gemüse, Salate, Obst und z.T. ballaststoffreiche Speisen (z.B. Vollkornbrot, Haferflocken). Auch diese Diät ist wie alle MS-Diäten umstritten. Genaueres auch unter Gedanken zu MS/ Gedanken Pe auf dieser Seite.

Fußreflexzonenmassage: Massage unterschiedlicher Areale an der Fußsohle. Man stellt sich dabei eine reflektorische Beeinflussung zugeordneter Organsysteme vor.

Fratzer/Hebener-Therapie: Mit dieser entzündungshemmenden Therapie soll durch eine linolsäure- und arachidonsäurearme Ernährung und durch die Verwendung von Lachsöl, Vitamin E, Selen, Vitamin B und Muschelfleisch verhindert werden, dass durch die Gefäßwände der sogenannten Blut-Hirn-Schranke Entzündungszellen in das ZNS gelangen können. Die Durchlässigkeit dieser Schutzfunktion für das ZNS ist die Voraussetzung dafür, dass das Myelin der Nervenbahnen geschädigt wird.

Diese Therapie soll nach Hebener 50-80 % der Patienten zu einer Linderung der Beschwerden verhelfen. In Studien nachgewiesen wurde die Schubreduktion (besonders bei unbehinderten Patienten) durch die Einnahme von Fischöl.

Frischzellentherapie: Behandlung mit tierischen oder menschlichen Organen, Zellen, Flüssigkeiten, auch Organotherapie genannt.

Geistheilung: Transkulturelle Erscheinung, bei der die Heilung durch Geistheiler erfolgt, die sich als Vermittler kosmischer oder göttlicher Energien sehen. Bekannte Formen sind das Handauflegen und die Fernheilung.

Cannabis sativa: indischer Hanf; im harzigen Sekret der weiblichen Pflanze sind verschiedene Cannabinoide enthalten, die wegen ihrer psychischen Effekte zur Erzeugung von Rauschzuständen genutzt werden.

Das aus Hanfsamen gewonnene Hanföl hat einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren: Linolsäure 50-70 %, Linolensäure 15-25 % u.a. Vor allem Gamma-Linolensäure wirkt sich gut auf chronische Entzündungen aus und wirkt u.a. schmerzlindernd, entkrampfend.

Heilung durch Sexualität (Healing Tao): Die Taoisten (und viele andere) sehen im Sex eine wichtige Quelle für die lebenserhaltende Energie (Chi). Der Energieausausch, der stattfindet, wirkt sich wohltuend auf Gesundheit und Wohlbefinden der Partner aus. Sexuelles Kung Fu (naher Orgasmuspunkt, aber keine Ejakulation/ Orgasmus) soll große Heilkraft haben, aber verlangt auch viel Arbeit vom Körper.

Heilung durch Glaube: Studien zufolge sind religiöse Menschen gesünder und überstehen schwere Krankheiten besser. Auch Fürbitten für andere Menschen sollen heilsame Folgen haben. Christa Schneider, die auch MS hatte, vertritt den “Heilsweg des Evangeliums”, hält dazu Seminare und schreibt Bücher.

Hippotherapie: Reiten als physiotherapeutische Behandlungsmethode von bewegungsgestörten Menschen mit z.B. Sitz-, Halte- und Bewegungsübungen.

Homöopathie: Durch Samuel Hahnemann (1755-1843) begründetes Therapieprinzip, das Krankheiten nicht durch Zufuhr direkt gegen die Symptome gerichteter Substanzen behandelt (Allopathie), sondern bei dem (in niedriger Dosierung, in Verdünnung bzw. Verschüttelung) Substanzen eingesetzt werden, die in hoher Dosis den Krankheitserscheinungen ähnliche Symptome verursachen. Medikamente werden – vor allem bei chronischen Krankheiten wie MS – nur individuell verordnet. Es gibt also kein allgemeines Medikament für MS, sondern geheilt wird der jeweils kranke Mensch mit einem oder mehreren zu ihm passenden Substanzen.

Hypnotherapie: Therapeutische Anwendung der Hypnose, meist in Verbindung mit anderen psychotherapeutischen Verfahren. Hypnotherapie nach Milton Erickson: Beschreibung folgt demnächst einmal.

Kabat-Methode: (Hermann K., am. Neurologe) Krankengymnastische Behandlung mit Bewegungsbahnung unter Nutzung der Haltungs-, Dehnungs-, Stellreflexe und der Gesetze der sukzessiven Induktion und reziproken Innervation. Anwendung verschiedener Übungen (Widerstandsübungen, langsame Umkehr, rhythmische Stabilisierung) bei Lähmungen.

Kinesiologie: Ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren, basierend auf der Entdeckung, dass ein als schwach getesteter Muskel (mit Muskeltest, der Störungen durch plötzliches Nachlassen bei der Haltearbeit der willkürlichen Muskulatur z.B. des Armes zeigt) mit speziellen Behandlungstechniken (z.B. Massagen oder auch Medikamenten, durch Stressabbau) wieder zu stärken sei.

Kousmine-Diät: Die Ärztin Catherine Kousmine empfielt für MS-Kranke eine Entsäuerung des Organismus, eine Darmsanierung und im Anschluss eine lebenslange, an tierischen Fetten arme Diät, sowie Nahrungsergänzung mit den Vitaminen A, B, C, E und den Mineralstoffen Magnesium und Calcium.

Lymphdrainage: Massage der Hautbereiche, die über Lymphgefäßen und Venen liegen. Mit massageähnlichen Bewegungen auf der Haut wird der Abfluss der Lymphe in Richtung Herz beschleunigt und Stauungen und Schlacken werden aus dem Gewebe entfernt. Angewendet z.B. bei Schmerzzuständen, Nervenschmerzen, Trigeminusneuralgie.

Magnetfeldtherapie: Magnetische Felder werden therapeutisch angewandt. Die Magnetfeldtherapie mit schwachen, rasch wechselnden Feldern soll einen Einfluss auf das Nervensystem haben.

Mikrobielle Therapie (Symbioselenkung): Im Stuhl enthaltene eigene Bakterien und Pilze werden auf Nährböden gezüchtet. Aus den gesunden Bakterien lässt sich ein individueller Impfstoff herstellen, der das Wachstum der gesunden Darmflora fördert und damit das Immunsystem des Darms verbessert. Bei Infektanfälligkeit, Abwehrschwäche, Allergien, auch chronischen Erkrankungen.

Nachtkerzenöl: Fettes Öl aus den Samen der Nachtkerze (Oenothera biennis). Es enthält ca. 71 % Linolsäure, ca. 9 % Gamma-Linolensäure und weitere Bestandteile. Vor allem der Gamma-Linolensäure wird ein positiver Effekt auf den Verlauf der MS nachgesagt. Bisherige Studien und Versuche kamen zu widersprüchlichen Ergebnissen. In manchen (aber nicht allen) Studien und Versuchen verlangsamte Nachtkerzenöl den Schweregrad und die Dauer einzelner Krankheitsschübe. Die Häufigkeit der Schübe blieb unbeeinflusst.

Neuraltherapie: Therapeutische Lokalanästhesie. Ausschaltung von Störfeldern durch die Injektion von Lokalanästhetika (Procain, Lidocain) unter der Vorstellung, dass durch die Entblockung einer vermuteten, nerval vermittelten Ursache/Wirkungsbeziehung zwischen Störfeld und erkranktem Organ natürliche Heilung einsetzen kann.

Nonisaft: Saft des Maulbeerbaumes aus Tahiti, Polynesien oder Hawaii, dem eine positive Wirkung auf MS und viele andere Krankheiten zugeschrieben wird. Zur Zeit Modemedizin.

OPC: Oligomere Procyanidine. Das Antioxidans ist wirksamer als alle anderen Radikalenfänger, 18mal stärker als Vitamin C und 40mal stärker als Vitamin E. Die pflanzliche Substanz Procyanidin wird z.B. aus Pinienrinde und Traubenkernen gewonnen. OPC fördert die Blutversorgung des Gehirns, wirkt der Brüchigkeit von Gefäßen entgegen und soll allgemeine Schmerzzustände verringern. Wegen seiner Eigenschaft Gefäßwände zu festigen und zu stabilisieren wird OPC auch bei MS eingesetzt.

Orthomolekulare Medizin: Nach Linus Pauling kann der Körper nur optimal funktionieren, wenn die richtigen Nährstoffe in den richtigen Mengen zum optimalen Zeitpunkt zugeführt werden. Mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementem, Amino- und Fettsäuren soll bei Krankheit die Gesundheit wiederhergestellt werden.

Osteopathie: (gr. osteon: Knochen) Bezeichung für ein diagnostisches und therapeutisches Verfahren der manuellen Medizin, das der Chiropraktik stark ähnelt, aber aus einer anderen Schule hervorgegangen ist (Still, 1928-1917).s. auch Chirotherapie.

Phytotherapie: Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten und Befindensstörungen durch Pflanzen und Zubereitungen aus Pflanzen. Bei MS werden Heilpflanzen v.a. als Zusatztherapie angewendet, z.B. Kürbiskerne oder Goldrute bei Blasenstörungen, Johanniskraut bei Depressionen, Baldrian und Hopfen als Einschlafhilfe, Kava-Kava bei Ängsten, Ginseng bei Erschöpfung usw.

PNF: Propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation. Siehe Kabath-Methode.

Polarity: Die Methode geht davon aus, dass der Mensch wie ein Magnet aufgebaut ist, mit einem positiven Pol an der Spitze und einem negativen Pol an der Basis. Die rechte Seite ist positiv, die linke negativ geladen. Ein krankes Organ behindert den Energiefluss von den negativen zu den positiven Polen. Um den Energieausgleich wiederherzustellen wird eine spezielle Reflexzonenmassage gemacht, bei der der Masseur mit seiner rechten Hand, die positiv geladen ist, Reflexzonen negativ geladener Organe massiert. Massage heißt hier nicht unbedingt direkte Berührung, sondern zum Teil hält der Masseur seine Hand nur nahe an den entsprechenden Körperteil.

Qi-Gong: In China sehr populäre Atem- und Meditationstherapie der TCM. Der Arzt Hua-Tao (112-207) war beeindruckt durch die im Vergleich zum Menschen bessere Gesundheit der Tiere, führte diese auf bestimmte, regelmäßige Bewegungsfolgen zurück und entwickelte die Übungen der fünf Tiere (Kranich, Bär, Hirsch, Affe, Tiger), aus denen Tai Chi und Qi Gong hervorgingen. Die Wirkung beruht auf einer Regulation des vegetativen Nervensystems (ähnlich dem Autogenen Training). Auch bei MS sollen damit z.T. spektakuläre Erfolge erzielt werden.

Reiki: Aus Japan stammende Bezeichnung für universelle Lebensenergie, zugleich für ein Behandlungsverfahren, durch das die Lebensenergie aktiviert, verstärkt und übertragen werden soll. Die Reiki-Technik besteht in einer Einstimmung und Handauflegen auf bestimmte Körperstellen, denen dadurch Energie zugeführt werden soll. Eine weitere Technik soll die Sendung von Energie an entfernte Personen ermöglichen.

Relaxion, progressive: Bezeichnung für eine Entspannungstechnik nach E. Jakobson, bei der eine fortschreitende Entspannung des Körpers durch willkürlich erzeugte Tonuswechsel der Muskulatur erreicht wird.

Rolfing: Behandlungsverfahren zur Verbesserung der Körperhaltung und der ihr zugrundeliegenden seelischen Verfassung. Während einer intensiven, auch schmerzhaften Massage des ganzen Körpers, soll der Patient seinen Atem in die behandelte Region lenken und so Verspannungen lösen.

Ruta-Tee: In den Mittelmeerländern, Chile, Argentinien gilt er als bewährtes Mittel bei MS. Angeregt von der Veronika-Carstens-Stiftung wurde in Kiel eine Pilot-Studie angefertigt, die eine tiefgreifende Wirkung des Tees auf den Stoffwechsel der Nervenfaser feststellte.

Säure-Basen-Therapie: therapeutisches Verfahren, das auf die Behandlung der Tendenz zur Übersäuerung (Azidose) des Körpers im Zusammenhang mit Stress, moderner Ernährung wie Fast-Food usw. gerichtet ist. Es werden oft eine speziellen Säure-Basen-Diät und stressreduzierende, ordnungstherapeutische Maßnahmen durchgeführt.

Schamane: Heiler, dessen Aufgabe in einer Reise in die jenseitige Welt besteht mit dem Ziel, die Seele eines Kranken zurückzuholen und in seinem Körper zu installieren. Schamanistische Elemente finden sich in allen Teilen der Welt. Schamanismus ist keine Religion, sondern eine Technik im Umgang mit dem Anderen.

Shiatsu: Shi jap. Finger; Atsu Druck. Shiatsu ist eine Fingerdruckmassage auf den Energiebahnen des menschlichen Körpers, den Meridianen. Im Unterschied zur Akupunktur, werden nicht nur einzelne Druckpunkte gereizt, sondern die Meridiane in ihrer ganzen Ausdehnung gedrückt und geklopft. Die Selbstheilungskräfte des Körpers sollen mobilisiert werden.

T’ai-Chi (auch Taiji): chin. Schattenboxen, ein traditionelles chinesisches Übungssystem, das auf dem Prinzip des harmonischen Ausgleichs der Gegensätze – Yin und Yang – basiert. Mit viel Konzentration werden ruhige, fließende Bewegungen ausgeführt, die nach Figuren (z.B. der Kranich) benannt werden.

TCM: Traditionelle chinesische Medizin. Heilkunde aus dem alten China, deren Entstehung 6000 Jahre zurück liegt. Grundlagen: Vorstellung von Yin-Yang als Zeithorizont und vom System der Fünf Elemente. Heilung und Wohlbefinden sollen z.B. Akupunktur, Akupressur, Kräutermedizin, Diätetik, sexualpraktische Regeln, Massageformen u.a. bringen.

Thymus-Therapie: Die Thymusdrüse des Menschen liegt hinter dem Brustbein. Schränkt die Drüse nach dem 30. Lebensjahr ihre Tätigkeit ein, macht sich oft Abwehrschwäche bemerkbar. Mit tierischen Thymuspräparaten aus der Thymusdrüse junger Kälber werden die fehlenden Wirkstoffe ersetzt. Die Organextrakte werden im Labor auf Überträger (wie BSE) geprüft und dann zu Ampullen oder Dragees verarbeitet.

Vojta-Methode: (Vaclav V., Kinderneurologe, geb. 1917) Krankengymnastische Methode. Durch Bewegungstraining mit Auslösen von verschiedenen Reflexen und Bewegungen gegen Widerstand wird versucht, pathologische in physiologische Bewegungsmuster überzuleiten und einzuüben.

Weihrauch: Harz eines Baumes (Boswellia), der z.B. in Indien und Ostafrika wächst. Er wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd. Weihrauch gilt als Alternative zu Schmerzmitteln.

Yoga: Yoga ist 5000 Jahre alt und eine umfassende indische Denk-; Lebens- und Seinsweise mit dem Ziel sich über seine körperliche Existenz zu erheben und die Seele des Menschen mit Brahma, der Weltseele, zu vereinigen. Im engeren Sinn heißt Yoga die Beherrschung und Kontrolle aller Lebensimpulse. Im Westen beschränkt man sich meistens auf die ersten Stufen des Yoga-Wegs: körperliche Übungen, Atemkontrolle und Entspannung.

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