Aikido

Aikido Training

Die Kunst etwas zu beherrschen, ob Sport, oder eine andere Tätigkeit, bedarf eines kontinuierlichen Trainings. Dies gilt auch für Aikido. Das Aikido Training wird in verschiedenen Stufen für den jeweiligen Aikidoka durchgeführt.

In Deutschland ist der oberste Schirmherr vom Aikido der Deutsche Aikido Bund e.V. Wer das Training beherrscht und bereit ist, kann dort die Meisterprüfung beantragen. Wurde diese Prüfung durch die Expertenkommission anerkannt und für bestanden erklärt, erhält der Aikidoka einen DAN. Insgesamt gibt es die Meistergrade 1. – 6. DAN.

Der erste Aikido Training

Aikido wird von vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen erlernt. Die Einen wollen sich sicherer fühlen und die leider immer häufiger auftretenden, gezielten Gewaltattacken abwehren, während andere mehr Stabilität und Selbstkontrolle über sich selbst erlernen wollen. Es gibt viele andere Gründe, jedoch haben alle eines gemeinsam, sie belegen einen Anfängerkurs „Aikido Training“. In diesem Kurs stellen viele Menschen dann fest, dass die so leicht geglaubten (bei den Meistern so leicht aussehenden Abläufe) Bewegungen, zunächst doch schwieriger sind. Hier geben bereits einige Anfänger gleich wieder auf, obwohl wirklich jeder einmal anfangen muss.

Oftmals denken die Menschen, dass es im Aikido, wie im normalen Leben meist auch, darauf ankommt, der Beste oder Schnellste zu sein. Jedoch ist Aikido Training dafür da, beständig zu lernen, sein Leben lang. Man muss immer weiter machen und neue Erfahrungen sammeln. Stress, Druck und eigene Erwartungshaltungen stehen absolut im Hintergrund.

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Eine viel zitierte Weisheit (auch in diversen Filmen) besagt, „der erste und größte Gegner ist man selbst!“

Aikido Training verhilft, dass man sich einem selbst stellt, seinen Horizont ausweitet, wahrnimmt, visualisiert. Die Effekte des Abwehrens oder Umlenkens von Energie kommt von allein dazu, vorausgesetzt man nimmt das Aikido Training regelmäßig und unvoreingenommen wahr. Aikido soll und darf nicht nur erlernt werden, es muss verstanden werden.

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Aikido Training – die Einheiten

Neben mentalem Training und Besinnung gehören zum Kern vom Aikido Training, verschiedene Disziplinen.
In der „Fallschule“ wird gelehrt, wie man „richtig“ fällt und wie man einen Angreifer zu Boden bringt, ohne ihn fallen zu lassen. Viele Menschen fallen oft unbeholfen, beispielsweise wenn man stolpert oder geschubst wird. Durch Aikido Training werden die Sinne geschult und Bewegungen studiert, so dass man vielleicht fällt, jedoch im Nu wieder aufsteht, sich weiterhin wehren kann oder andere kontrolliert zu Boden bringt. Gewalt und Aggression finden nicht statt, da der „harmonische Weg“ im Vordergrund steht.

Die „Stand- und Bodentechniken“ lehren dem Schüler, Angriffe und Reaktionen abzuwehren bzw. durchzuführen, im Stand und auf dem Boden. In diesem Segment spielen sich die Elemente der „Fallschule“ und der „Stocktechniken“ mit ein, da man durch jegliche Angriffe zu Fall gebracht wird oder stehen bleiben kann. Der Grad der Selbstkontrolle (durch Aikido Training) verhilft es dem Aikidoka aus jeder Lage seine Abwehr aufrecht zu erhalten und Reaktionen zu setzen. Ziel des Aikido Trainings (kurzfristig) ist immer, den Angreifer nur vorübergehend angriffsunfähig zu machen.

Aikido Techniken

Wie in jeder Kampfsportart der Welt, sowie jegliche Form der Verteidigung, bedürfen sauberer und einstudierter Technik. Oftmals mag der Eindruck entstehen, dass auch Aikido eine Kampfsportart sei, dem ist jedoch nicht so. Aikido ist eine defensive „Kampfkunst“, da der Angreifer kontrolliert zu Boden gebracht wird oder Angriffe ohne Gewalt abgewehrt werden. Aikido Techniken verhelfen dem Aikidoka zur sauberen Ausführung einer Bewegung. Die Aikido Techniken werden in „Fallschule“, „Angriffe (Reaktion)“, „Standtechniken“, „Bodentechniken“ und „Stocktechniken“ aufgegliedert.

Aikido Techniken sind ein Zusammenspiel verschiedener Kampfsportarten. Bringt der Aikidoka einen Angreifer zu Boden oder wehrt er einen Angriff ab, so werden bevorzugt Würfe, Hebel- oder Atemi – Techniken angewandt. Bei jeder Reaktion des Aikidoka kann es für den Angreifer zwar zu Schmerzen kommen, jedoch bleiben keine Folgeschäden. Die Gelenke werden in den natürlichen Bewegungsformen bewegt, jedoch entgegen der normalen Bewegung, Schmerz entsteht.

Angriffe werden mittels Aikido Techniken eher selten geblockt, sondern viel mehr umgeleitet. Hauptbestandteil der Aikido Techniken ist es, die Energie des Angriffs gegen den Verursacher einzusetzen.

Eine besondere Aikido Technik ist das Ausweichen und Führen des Angreifers. Gelingt es dem Aikidoka die Bewegungsabläufe des Angreifers zu steuern und einem Angriff so auszuweichen, dass der Angreifer das Gleichgewicht verliert, oder ein leichtes Führen des Angriffs zum Umfallen ausreicht.

Die Aikido Techniken kurz erläutert

  • „Fallschule“ – Hier wird trainiert, wie man bei Angriffen, die einen selbst zu Boden bringen, fällt, jedoch seine Defensive aufrecht erhalten kann und wie man einen Angreifer kontrolliert zu Boden bringt
  • „Standtechniken“ – Diese Aikido Technik beinhaltet jede Form der Abwehr im Stand sowie die Ausführungen kontrollierter Reaktionen
  • „Bodentechniken“ – Wurde man selbst zu Boden gebracht, lernt man anhand der Bodentechniken immer reaktionsfähig zu bleiben und den Angreifer aus der Bodenlage heraus zu kontrollieren
  • „Stocktechniken“ – Aikido hat bestimmte Bewegungsmuster aus dem Schwertkampf übernommen, die „Stocktechniken“ dienen im Aikido jedoch der Eigenkontrolle sowie der Verbesserung der Haltung, Koordination, Rhythmus und Timing. Des Weiteren werden Visualisierung und Gedächtnis geschult.

Aikido Techniken schulen und verbessern viele Eigenschaften. Eine scharfe Wahrnehmung kann viele Situationen entschärfen. Die Zielrichtung muss immer der harmonische Weg sein. Im Zweifel muss man immer selbst der Klügere sein, der nachgibt, denn Gewalt hat im Aikido keinen Platz.

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